Matcha Schalen (Chawan)

Japanische Keramik - Aiko Watanabe

Das Schaffen von Aiko Watanabe greift auf den Anagamaofen, die Brandtechnik mit Flugasche zurück, aber in ganz eigener Interpretation.

Ihr Stil trägt etwas Wildes und Lebendiges in sich, was ihr in Japan wie auch im Ausland Anerkennung gebracht hat.

 

CHF 1'200.-

 

CHF 1'100.-

 

CHF 1'100.-

 

CHF 1'100.-

 

CHF 1'000.-

 

CHF 900.-

 

CHF 900.-

 

CHF 900.-

 

 

Aiko Watanabe ist 1971 in Osaka geboren.

Nach einem Studium der Malerei an der Kyoto Saga Universität der Künste hat sie im Jahre 1994 begonnen, sich mit der Brandtechnik des Anagama auseinander zu setzen.

Im Jahre 2001 hat sie ihren ersten Anagama Ofen in der Region Iga gebaut und sich als Keramikerin selbstständig gemacht. Im selben Jahr fand ihre erste Ausstellung statt. Im Jahre 2003 folgte ein erneuter Bau eines Anagama Ofens, mit einem anderen Standort, allerdings ebenfalls in der Region Iga. Dies ist der Ofen, den sie seither nutzt.

Es folgen zahlreiche Ausstellungen in ganz Japan und 2020 auch bei uns im Musée Ariana in Genf.

Aiko Watanabe wurde 2020 in den Rang einer der 150 aktuellen Japanischen Keramikschaffenden erhoben.

 

Aiko Watanabe über sich

Ich befasse mich gedanklich andauernd mit der Keramik; im wachen Zustand, aber auch im Schlaf – «Wie soll ich dieses Stück herstellen? Wie werde ich es brennen? Wo werde ich es im Ofen platzieren?» Diese Gedanken sind immer präsent; auch wenn ich esse oder Unkraut jäte. Die Keramik nimmt einen äusserst dominanten Platz in meiner Gedankenwelt ein; gleich einer Biene schwirrt sie in meinem Kopf, und dann sticht sie mich, auch mitten in der Nacht, mit einer Idee, die ich dann umsetzen muss.

Derzeit befasse ich mich auch mit der Frage, wie ich meine Stücke ausstellen möchte. Anlass dazu ist die diesjährige Ausstellung in Genf, zusammen mit einem Schweizer Maler. Das ist eine unerwartete Herausforderung, da ich bisher noch keinen so grossen Ausstellungsraum hatte, um meine eigenen Werke aufzustellen. Ich bin noch immer nicht sicher, wie der Raum letztlich aussehen soll.

Seit nunmehr 20 Jahren bin ich selbstständige Keramikerin, wobei es mit gar nicht so lange vorkommt. Dann denke ich «oh, schon 20 Jahre» - die Zeit vergeht wie im Flug. Es scheint so, als würde meine ehrfürchtige Befassung mit der Keramik mein Leben beschleunigen. 

Mein Wunsch ist es, dass die Werke, die meiner Hand entspringen, wo auch immer sie landen, ein langes Leben führen werden.

Kawai Kanjiro (1890-1966) sagte: «Arbeiten ist Leben, Leben ist Arbeiten». Diese Empfindung teilt Aiko Watanbe.


«Aus Erde geformt - durch das Feuer vollendet»

NZZ-Artikel vom 23.06.2014